Montag, 28. Dezember 2009
Der demokratisierte Absolutismus der Moderne
Der Mainstream denkt im Allgmeinen eher national und nicht global.
Er favorisiert stets eigene Interessen sowie eigene kulturelle und soziale Errungenschaften des jeweiligen Landes.
Er fordert von Fremden, insbesondere von Einwanderern, dass sie sich unmittelbar und bedingungslos den landesüblichen Gesetzen, Geboten und Gepflogenheiten anpassen.

Diese latent-absolutistische Denk-und Verfahrensweise ist weltweit etabliert.

Genau dieses Denken verhindert den globalen, hyperkulturellen Vereinigungsprozess, der endlich Friede und Wohlstand für Alle schaffen könnte !

Warum ?

Nun, die Menschheit hat insgesamt eine andere Aufgabe als stets nationale Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Die Menschheit muss sich als Einheit verstehen und darf nicht andere zwingen, nationale Interessen und Gepflogenheiten bedingungslos zu akzeptieren.

Die Menschheit darf sich nicht in den selbstgeschaffenen Zwinger ihrer isoliert-patriotischen
Nationalvorstellungen mit all den spezifischen Neigungen sperren, sondern muss sich endlich als eine Gemeinschaft begreifen, in der jeder Einzelne, jedes Volk, jede Kultur den anderen identische Anerkennung entgegenbringt.

Die Menschheit darf sich nicht länger als eine unvereinbare,vielfältige und in sich differenzierte Einheit erkennen.
Sie muss sich vielmehr in all ihren Teilen auf eine aufeinander angewiesene Einheit begreifen.

Sie muss eine Welt anstreben, in der biologische oder Herkunftsunterschiede oder sonst irgendwelche äußeren Kennzeichen des Menschen keine Rolle spielen und kein Hindernis für den Zugang des Einzelnen zu was auch immer darstellen.

Es ist notwendig, dass sich die Menschen, gleich welche Hautfarbe, welche Weltsicht, welche Bildung sie haben, vorbehaltlos als Menschen anerkennen und auch als solche behandeln.

Das Unterordnen an landesübliche Gepflogenheiten, wie von vielen Gesellschaften und ihren hochrangigen Politikern und Diplomaten gefordert, ist in Hinsicht darauf eben genau der falsche Weg !

Wir können uns im 21. Jahrhundert nicht einfach hinstellen und sagen:

''Wenn es Dir nicht passt, was wir hier in unserem Land treiben dann verschwinde oder ich schlage Dir den Schädel ein!''

Das entspricht nicht dem notwendigen Evolutionsprozess der stattfinden muss und kumuliert permanent lokale Konflikte, die sich in der Konsequenz jedesmal zu größeren nationalen und internationalen Konflikten entwicklen und schließlich zu Krieg und Elend führen.

Dies haben die meisten führenden Politiker und Diplomaten bis heute nicht erkannt, weil sie eben immer nur gelernt haben, die bedingungslose Legitimität und alleinige Definitionsmacht für ihre Staatsideale bis aufs Messer zu verteidigen !

Und fast alle Menschen laufen exakt in dieser Denkspur!

Die Menscheit muss aber endlich ihre Erkenntnisfähigkeiten dazu anwenden, eine pluralistische, freiheitliche Gesellschaft autonomer Individuen zu schaffen.

Ich betrachte entgegen der Auffassung der meisten Anthropologen und Anthroposophen spirituelle Weltbilder nicht als notwendige Konsequenz der conditio humana, aus deren spirituellen Dimensionen sie sich angeblich naturgemäß und zwangsläufig ergeben.
Zwar erkenne ich diesen eine Existenzberechtigung zu, aber ich persönlich favorisiere unspirituelle Weltbilder, weil sie weniger zu Dogmatisierung und Stigmatisierung neigen.

Ich plädiere für Toleranz zwischen den Weltanschauungen, die die fremde Andersartigkeit ebenso achtet wie die eigene.

Ich verabscheue jede Ideologie, die danach trachtet, das Fremde oder Andersartige in irgendeiner Art unreflektiert d.h. ohne einen objektiven Abgleich zu eigenen etwaigen soziokulturellen Unzulänglichen und Verklärungen zu kritisieren, weil sie eben dadurch totalitärerweise in Hinsicht auf sich selbst bzw. auf die daraus resultierende Lebensweise alleinige Geltung auf Richtigkeit beansprucht.

Das widerspricht auf ganzer Linie der angestrebten individuellen Freiheit, die sich nicht nur alle Freidenker wünschen.

Nur durch die Abschaffung volksmäßiger Ideologien können sich endlich völkerübergreifend gemeinsame Ideale verwirklichen, welche die Menschheit kollektiv auf eine höhere Evolutionsstufe erheben wird und in der nicht mehr die ererbten tierischen Urinstinkte die Geschichte bestimmen werden, sondern die moralischen Vorgaben, die sich der Mensch im Laufe seiner Bewußtseinswerdung selbst anerzogen hat.

Dieser neue Entwicklungsschub kommt übrigens jenem der neolithischen Revolution sehr nahe und wird ihn sogar bei weitem übertreffen, sofern er irgendwann anläuft.

Die Menschheit würde dann nicht mehr ein Land und seine Sitten -und global betrachtet- nicht mehr die Erde für sich beanspruchen, sondern sich ihr hingeben.

Ein Volk aber, das immer nur von dem Ideal ihrer jeweiligen Nation und/oder
Stammeszusammengehörigkeit spricht, das spricht gar von Niedergangsimpulsen der Menschheit.

Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang bringen, als wenn sich diese Nations-, Volks-bzw. Blutsideale fortpflanzen.

Analog gilt das übrigens für Volksparteien und Ihre Programme. Und man kann das immer weiter runterbrechen, bis auf die kleinste Einheit eines Staates, die Familie ( um Blutsideale anzusprechen).
Eigentlich muss man dort beginnen, will man auf die ursprüngliche Werte- und Wesensbildung einer Gesellschaft stossen.

Durch nichts wird der wirkliche Fortschritt der Menschheit mehr aufgehalten als dadurch, dass die aus früheren Jahrhunderten stammenden,fortkonservierten Deklamationen weiter herrschen werden, während das wirkliche Ideal eigentlich dasjenige werden müsste, was in der rein geistigen Welt und nicht aus jeweils nationalen Werten und Gepflogenheiten oder dem Blute heraus gefunden werden kann.


Inspiration: John Howards konservative Einwanderungspolitik im Abgleich mit den anthroposophischen Schriften des Rudolf Steiner



riesenZWERG

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